Sachsen-Anhalts Universitäten in Magdeburg und Halle erhalten jeweils drei Millionen Euro, um sich auf die nächste Runde der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern vorzubereiten. Die Entscheidung im bundesweiten Wettbewerb fällt allerdings erst 2032, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte.
Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) übergab den Förderbescheid für die Universität Magdeburg an Rektor Jens Strackeljan. Die Universität Halle hatte ihre Förderzusage bereits in der vergangenen Woche erhalten. Insgesamt stellt das Land damit sechs Millionen Euro bereit.
Interne Jury soll Forschungsideen auswählen
Mit dem Geld sollen besonders aussichtsreiche Forschungsthemen identifiziert und zu konkurrenzfähigen Anträgen weiterentwickelt werden. An der Universität Magdeburg können wissenschaftliche Teams dafür Konzepte für mögliche Exzellenzinitiativen einreichen. Eine interne Jury soll anschließend auswählen, welche Vorhaben weiterverfolgt werden.
Die Universität kenne ihre wissenschaftlichen Stärken und wolle auf ihnen aufbauen, erklärte Strackeljan. Forschungsgruppen, Sonderforschungsbereiche und Graduiertenschulen sollten den Weg für erfolgreiche Anträge ebnen.
Halle war in vergangener Runde erfolgreich
In der vergangenen Runde hatte es die Universität Magdeburg mit der Initiative «SmartProSys» bis in die abschließende Auswahlphase geschafft, war letztlich aber nicht zum Zuge gekommen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Plastikmüll sowie biologische Rest- und Abfallstoffe in Ausgangsstoffe für neue Produkte umwandeln lassen. Die Universität Halle war dagegen erfolgreich: Ihr Exzellenzcluster «Center for Chiral Electronics» wird von 2026 bis 2032 gefördert.
Die 2016 gestartete Exzellenzstrategie ist ein dauerhaftes Förderprogramm von Bund und Ländern. Sie soll Spitzenforschung an deutschen Universitäten stärken.
© dpa-infocom, dpa:260827-930-591818/1
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