Bei der Präsidentschaftswahl in Sambia ist Amtsinhaber Hakainde Hichilema als Sieger bestätigt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt er rund 60 Prozent der Stimmen und bleibt damit für eine weitere Amtszeit im Amt. Hichilema sagte nach der Verkündung seines Siegs, er sei »zutiefst dankbar für das Vertrauen« der Wähler.
Sein wichtigster Herausforderer Brian Mundubile kam auf knapp 38 Prozent. Er hatte sich zuvor selbst zum Wahlsieger erklärt. Zwar waren noch nicht alle Stimmen ausgezählt, die Wahlkommission erwartet jedoch keine wesentliche Änderung des Ergebnisses.
Die Wahl wurde von Vorwürfen über Unregelmäßigkeiten begleitet. Nach Berichten über Gewalt stoppte die Wahlkommission die Auszählung zeitweise. Beobachter berichteten außerdem von Einschüchterungen, Übergriffen, Entführungen und Sachbeschädigungen.
»Ungleiche Wettbewerbsbedingungen«
Auch die EU kritisierte die Wahlbedingungen. Die Abstimmung habe »vor dem Hintergrund eines eingeschränkten demokratischen Handlungsspielraums stattgefunden«, sagte der Leiter der EU-Beobachtermission, Michael McNamara. Die Begünstigung von Amtsinhabern habe zu »ungleichen Wettbewerbsbedingungen« geführt.
Neben dem Präsidenten wurden auch 226 Abgeordnete gewählt. Im Wahlkampf standen vor allem die Wirtschaft und die hohen Lebenshaltungskosten im Mittelpunkt. Hichilemas Regierung hatte die Wirtschaft nach dem Staatsbankrott 2020 stabilisiert und die Inflation gesenkt. Viele Menschen spüren davon im Alltag jedoch noch wenig.















Discussion about this post