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ARD-Deutschlandtrend: Deutsche befürchten Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Die Deutschen machen sich Sorgen, dass sich ihre finanzielle Lage im kommenden Jahr verschlechtert. In einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend äußerten 41 Prozent der Befragten die Befürchtung, dass es ihnen 2024 wirtschaftlich schlechter gehen wird. Pessimistisch sind dabei vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen (unter 1.500 Euro Nettohaushaltseinkommen) sowie – betrachtet nach Wählerschichten – Anhänger der AfD. Von den AfD-Anhängern machten sich 75 Prozent Sorgen um die finanzielle Zukunft.

Allerdings rechnen 46 Prozent der Befragten nicht mit großen persönlichen wirtschaftlichen Veränderungen – ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Dezember 2022. Nur jeder Elfte glaubt jedoch, dass es ihm 2024 finanziell besser gehen wird als bisher.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde der Umfrage zufolge die Union mit Abstand die stärkste Fraktion. 32 Prozent der Befragten würden CDU oder CSU wählen, das ist zum zweiten Mal in Folge das beste Umfrageergebnis seit der Bundestagswahl 2021. Auf den zweiten Platz käme die AfD mit 21 Prozent. SPD und Grüne würden jeweils 14 Prozent erreichen und die FDP würde sich demnach um einen Prozentpunkt auf fünf Prozent verbessern und den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag erreichen. Linkspartei und Freie Wähler blieben mit drei beziehungsweise vier Prozent draußen.

Angst vor Einsamkeit an Weihnachten

Eine weitere Sorge der Deutschen ist Einsamkeit an Weihnachten. Jeder Zehnte hat der Umfrage zufolge Angst, sich an den bevorstehenden Feiertagen einsam zu fühlen. Besonders groß ist die Angst bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 34 (17 Prozent) sowie bei älteren Menschen ab 65 Jahren (zehn Prozent). Auch hier ist die Sorge bei Menschen mit niedrigerem Einkommen besonders ausgeprägt.

Für den Deutschlandtrend befragte Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins insgesamt 1.210 Wahlberechtigte in Deutschland per Telefon sowie online. Die Umfragen fanden zwischen dem 18. und dem 20. Dezember statt. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich spiegeln sie nur das Meinungsbild
zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den
Wahlausgang.

Über die Unsicherheiten von Umfragen

Repräsentative Umfragen unterliegen immer Fehlern. Man kann davon ausgehen, dass der tatsächliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Bereich von einem bis drei Prozentpunkten über oder unter den letztlich angegebenen Messwerten liegt. Den Korridor dieses statistischen Fehlers zeigen wir ab sofort in unseren Grafiken zu Wahlumfragen.

Die Ergebnisse basieren immer auf Stichprobenbefragungen. Diese decken in der Regel nur spezielle Teile der Bevölkerung ab (zum Beispiel Menschen mit Festnetz-Telefonanschluss oder Internetnutzer). Einige potenzielle Teilnehmer sind ablehnend und wollen erst gar nicht befragt werden. Fragen werden mitunter auch falsch verstanden und nicht immer aufrichtig beantwortet. Zum Beispiel auch in Reaktion auf vorangegangene Umfragen. Um jedoch ein allgemeines Meinungsbild über alle Bevölkerungsgruppen hinweg zu berechnen, müssen die Demoskopen fehlende Messwerte und vermutete Ungenauigkeiten ausgleichen und die vorliegenden Zahlen neu gewichten. Diese (in der Regel nicht transparenten) Formeln unterscheiden sich in den Instituten und führen daher zu unterschiedlichen Aussagen.

Umfragewerte sind immer Momentaufnahmen. Mehr als eine grobe Tendenz für ein Meinungsbild lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst wenn die Aussagen und Berechnungen zum Veröffentlichungszeitpunkt der Umfrage nahe an der Realität liegen, ist immer noch offen, ob die damals befragten Wähler zum Beispiel später tatsächlich ihre Stimme abgeben oder sich kurzfristig umentscheiden.

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